Im November 2021 haben wir Ja gesagt. Ja zur Pflegeinitiative, Ja zu besseren Arbeitsbedingungen, Ja zu genügend Pflegepersonal. Fünf Jahre später hat sich am Fachkräftemangel in der Pflege kaum etwas geändert. Noch immer warten wir auf konkrete Lösungen vom Bundesparlament, auf bessere Löhne und auf einen echten politischen Willen zur Umsetzung. Unterdessen wird der Bedarf stets grösser: Die Zahl der pflegebedürftigen Menschen nimmt massiv zu.

In meiner medizinischen Ausbildung erlebe ich täglich, wie entscheidend gut ausgebildetes Pflegepersonal ist. Menschen, die genug Kapazität haben, ihren Beruf so auszuüben, wie sie es eigentlich möchten. Wir alle sind auf sie angewiesen: auf jene, die unsere Grosseltern pflegen, ebenso wie auf jene, die im Notfall rund um die Uhr für die Kleinsten da sind. Mehr als 80 Prozent des Pflegepersonals sind Frauen. Und auch ausserhalb des Berufsalltags sind es mehrheitlich Frauen, die den grössten Teil der Care-Arbeit leisten. Unbezahlt, unsichtbar und oft neben dem eigenen Beruf. Deshalb ist es mir ein Anliegen, Frauen und junge Menschen stärker zu fördern und ihnen eine Stimme zu geben. Sei es in der Politik oder in frauendominierten Berufsfeldern, in die endlich genügende Ressourcen und Aufmerksamkeit investiert werden müssen. Ich wünsche mir ein Zusammenleben auf Augenhöhe, geprägt von Respekt statt starren Hierarchien.

Die Pflegeinitiative ist ein wichtiger Schritt und es braucht jetzt den politischen Willen, sie umzusetzen. Im Kantonsrat will ich mich als junge Stimme für diese Anliegen einsetzen.

Marina Müller, Kantonsratskandidatin Grüne Risch-Rotkreuz

 

Steckbrief Marina Müller

  • 24 Jahre alt, wohnhaft in Buonas
  • Heimatort: Risch ZG
  • Medizinstudentin
  • Vorstand Grüne Risch-Rotkreuz
  • Mitglied bei medical women switzerland und Verein Klimaschutz Schweiz
  • Hobbies: Wandern, Reisen, Snowboarden, Lesen