Hochwasserschutz in Zeiten des Klimawandels
Der Klimawandel verschärft die Hochwassergefahr dramatisch. Durch die Erderwärmung steigt die Temperatur der Atmosphäre, wodurch sie mehr Wasserdampf aufnehmen kann. Die Folge ist häufigere und intensivere Starkregenereignisse. Wenn immense Wassermassen in kürzester Zeit auf ausgetrocknete oder gesättigte Böden treffen, können diese das Wasser kaum mehr fassen und selbst kleine Bäche werden blitzschnell zu reissenden Strömen.
Dass dies längst keine theoretische Gefahr mehr ist, zeigt auch das Beispiel im Dorf Rotkreuz. Im Juli 2021 führte ein massives Starkregenereignis zu schweren Überschwemmungen und grossen Schäden. Klassische, rein technische Hochwasserschutzmassnahmen, wie beispielsweise unterirdische Rückhaltebecken, sind teuer und stossen bei zunehmenden Extremwetterereignissen vermehrt an ihre Grenzen. Moderner Hochwasserschutz erfordert daher ein radikales Umdenken. Es soll auf Blau-Grüne Infrastruktur und das Prinzip der Schwammstadt gesetzt werden. Das Ziel ist es, Wasser dort zu managen, wo es fällt.
Zu diesem Prinzip gehören Massnahmen wie Renaturierung von Flussläufen, begrünte Senken oder auch Gründächer und Grünwände. Letzteres dient nicht nur als Entlastung der Kanalisation, sondern hilft auch zur Kühlung von Gebäuden und der Umgebung. Hochwasserschutz im Klimawandel ist eine generationenübergreifende Aufgabe, die technologische Innovation, ökologische Weitsicht und konsequenten Klimaschutz miteinander verknüpfen muss.
Im Zuger Kantonsrat möchte ich mich auch für dieses Thema und die damit verbundenen ökologischen Massnahmen einsetzen.
Nerina Itin, Kantonsratskandidatin Grüne Risch-Rotkreuz
Steckbrief Nerina Itin
- 32 Jahre alt, wohnhaft in Rotkreuz
- Heimatort: Hersberg BL
- Nachhaltigkeitsspezialistin bei einer heimischen Firma, MSc in Umwelt und Ressourcen
- Vorstand Grüne Risch-Rotkreuz
- Mitglied bei Pro Natura, Schweizerisches Rotes Kreuz Kanton Zug, Förderverein Pfadi Chopfholz