Unterstützung statt Schikanen
Am 14. Juni stimmen wir über eine Verschärfung des Zivildienstgesetzes ab, die unserem Land mehr schadet als nützt. Der Zivildienst ist heute eine tragende Säule in Pflegezentren, Schulen, sozialen Institutionen und im Naturschutz. Allein im Sozial- und Bildungsbereich wurden 2023 über 1,27 Millionen Einsatztage geleistet. Gerade in Zeiten von Fachkräftemangel in Bildung und Pflege ist es völlig unverständlich, weshalb ausgerechnet dort tausende Einsatztage abgebaut werden sollen. Das neue Zivildienstgesetz würde rund 230’000 Arbeitstage im Dienst der Allgemeinheit vernichten. Das trifft Menschen direkt: Schülerinnen und Schüler mit Unterstützungsbedarf, Pflegebedürftige, Menschen mit Behinderungen oder soziale Einrichtungen, die bereits heute am Anschlag arbeiten. Nun soll der Zivildienst mit unverhältnismässigen Hürden und Bürokratie künstlich unattraktiv gemacht werden. Wer Verantwortung übernimmt und einen sinnvollen Dienst für die Gesellschaft leisten will, verdient Unterstützung statt Schikanen. Darum stimme ich am 14. Juni klar Nein zum Zivildienstgesetz.
Konradin Franzini, Kantonsrat Grüne, Rotkreuz