Tiefe Steuern – hohe Mieten
LESERBRIEF NOVEMBER 2025
Eine der grössten Herausforderungen für den Kanton Zug sind die steigenden Mietpreise und der Mangel an bezahlbarem Wohnraum. Ein Blick auf den Leerwohnungsbestand zeigt die Situation deutlich: In der Schweiz liegt er bei rund 1,1 Prozent, im Kanton Zug nur bei 0,39 Prozent. Diese Knappheit treibt die Preise nach oben. Die Mieten liegen in Zug 50 Prozent über dem Schweizer Durchschnitt. Die Ursachen sind bekannt. Über Jahrzehnte hat die Tiefsteuerpolitik des Kantons Zug Vermögende aus aller Welt angezogen. Der Zustrom hat die Nachfrage nach Wohnraum massiv erhöht und damit die Preise stark steigen lassen. Am 30. November 2025 lehne ich deshalb die Steuersenkungsvorlage mit dem Titel «Mehrwert für alle» entschieden ab. Eine weitere Steuerdumping-Runde würde die Verdrängung der einheimischen Bevölkerung noch weiter beschleunigen. Ich sage klar: Der Zuger Mittelstand soll auch künftig im Kanton Zug wohnen und leben können.
Marcel Straumann, Vorstand Grüne Risch-Rotkreuz, Rotkreuz